Zum Glück geboren – und Glück gibt es auch im 2. Bildungsweg

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Zum Glück geboren – und Glück gibt es auch im 2. Bildungsweg

Es ist mittlerweile wissenschaftlich fundiert: lebensfrohe Menschen leben nicht nur freudvoller sondern auch länger.
In Wien herrscht die Mentalität vor: „Glück ist ein Vogerl.“ Fatalistisch beklagt man, dass es immer nur zu den anderen fliegt. Tatsächlich hängt unser Glück in der westlichen Wohlstandswelt nur zu ca. 10 % von äußeren Umständen ab. Wie können wir zu SchmiedInnen unseres Glücks werden?

Macht Geld glücklich? Wie kann man finanzielle Möglichkeiten nutzen, um nachhaltig mehr Lebensfreude zu erfahren? Weit offen steht die hedonistische Tretmühle, der Wunsch oder gar die Gier nach immer mehr. Wie kann man ihr entkommen und auch die Freude an den kleinen Dingen wahren? Traurig-wahr: Glück verfliegt im Nu. Wie kann man Glücksmomente auskosten und in den Alltag retten? Häufig sind unsere (beruflichen) Rahmenbedingungen nicht wunschgemäß: Wie kann man trotzdem gut drauf sein – ohne den Realitätssinn zu verlieren?

Und schließlich: Wie kann man sich gegen Frustsauce und Klagelieder von Profi-JammerInnen schützen und Unerfreuliches wie eine Lotusblume abperlen lassen? Um zu erkennen, was uns im Leben wirklich wichtig ist, ist auch der radikale Perspektivenwechsel sinnvoll: Wie möchte ich in Dankbarkeit auf ein erfülltes Leben zurückblicken? Insgesamt ist Dankbarkeit eine wesentliche Quelle für Glück.

Weit offen steht die Falle der hedonistischen Tretmühle: Da unser Lustzentrum eigentlich unser Lernzentrum ist, springt es spontan nur dann an, wenn etwas überraschend toll oder besser als erwartet ist. Doch das Neue verliert schnell den Reiz. Allzuschnell ist es uns vertraut und verkommt zur Selbstverständlichkeit. Und wir wollen mehr. Und anderes. Mit den Worten von Epiktet:

„Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“

Der weise Rat von Lao Tse:

„Mit dem zufrieden zu sein, was man hat,
ist wahrer Reichtum.“

Meine TauchfreundInnen erinnere ich häufig daran, klug zu tauchen: Sich über das zu erfreuen, was man sieht statt sich über das zu beklagen, was man gerne gesehen hätte. Glücklich taucht, wer sich auch über die kleinen Fische freuen kann. Das gilt natürlich genauso im „trockenen“ Alltag wie unter Wasser. Mehr dazu in unserem Lebensbuch Tauchen im Ozean des Lebens.

Übrigens getaucht wird immer im Buddy-Team. Und das Glück wird mehr, wenn man es mit anderen teilen kann.

„Zu wissen, mit wem man wo sein möchte,
bedeutet Lebensglück.“

Das ist eine so wesentliche Überzeugung von meinem Lebens-Buddy und mir, dass wir es als 1. Satz auf die Rückseite des Buches geschrieben haben.

Unklug ist es insgesamt, das eigene Glück von den äußeren Umständen abhängig zu machen – im Sinne von „Wenn endlich …, dann wäre ich glücklich.“ Tatsächlich hängt unser Lebensglück nur zu ca. 10 % von äußeren Umständen ab.

Schlechte Nachricht mit tröstlichem Nachklang: Tatsächlich werden wir zum Glückspilz geboren. Zuversicht und Lebensfreude aber auch traumatische Erfahrungen unserer Vorfahren werden über die Gene weitergegeben. Allerdings epigenetisch. D.h. dass wir durch unser jetziges Leben darauf Einfluss nehmen können, welche Gene aktiv werden und welche nicht. Und dabei gilt der Grundsatz

„Use it or loose it.“

Je öfter wir uns freuen, umso leichter fällt es uns, weil wir unsere Glückszentren trainieren. Sich zu ärgern schädigt hingegen unsere Glücksfähigkeit.  Siehe auch meinen Blog inkl. Vidoe Die bunte Seite des Zorns„.

3 zentrale Tools für empathische Lebensfreude

aus der Toolbox in unseren beiden Büchern „leistungsstark & lebensfroh“:

1. Eröffnen Sie sich freudvolle Perspektiven

Starten Sie in den Tag mit der Frage:

„Worauf freue ich mich heute – in allen Lebensbereichen?“

In Ausnahmefällen, darf dann die Antwort auch sein: „Wenn er heil überstanden ist.“ An solchen Tagen ist es dann ganz wichtig, dass Sie sich noch etwas gönnen, worauf Sie sich freuen können.

Wenn es Ihnen oft schwer fällt, etwas Positives zu finden, gibt es Entscheidungsbedarf in Ihrem Leben (siehe auch 6. Motivations-Check).

Wenn Sie unangenehme Aktivitäten, Gespräche oder Termine erwarten, sorgen Sie dafür, dass Sie danach etwas einplanen, worauf Sie sich freuen können.

Da die Wahrnehmung der Vorstellung folgt, nehmen Sie damit maßgeblich Einfluss auf Ihr Erleben.

Lebensqualität & -freude sind wesentlich sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. Sichern Sie sich daher freudvolle Perspektiven für alle ihre Lebensbereiche – als einzelner Mensch, als PartnerIn, als Elternteil, als FreundIn beruflich, in ehrenamtlichem Engagement, …

Deshalb ist dieses Tool auch von zentraler Wirksamkeit für ein Life in Balance.

2. Legen Sie sich ein spesenfreies Glückskonto zu!

Leider werden Glücksmomente von unserem Hirn nur flüchtig wahrgenommen. Es liegt an uns, sie willentlich bewusst auszukosten.

„Glück ist das Ergebnis glücklicher Gedanken.“

Um sie auch in stressigen oder trüben Zeiten aktivieren zu können, ist es klug, sie in freudvollen Zeiten zu kultivieren und zu speichern.

Rufen Sie sich in möglichst entspannter Haltung für Sie beglückende Momente, Szenen, Bilder … in Erinnerung. Schmücken Sie diese lustvoll aus. Nutzen Sie dazu alle Ihre Sinne. Vergegenwärtigen Sie sich die Farben, das Licht, das Strahlen, … hören Sie mit Ihrem inneren Ohr die Klänge, Geräusche, den Rhythmus … oder genießen Sie die tiefe Ruhe, … vielleicht bewegen Sie sich in Ihrer Glücksgeschichte, empfinden Sie in den beglückenden Moment hinein, … vielleicht riechen oder schmecken Sie auch etwas. Intensivieren Sie Ihr inneres Erleben und ankern Sie Ihre Eindrücke z.B. durch Umfassen der Daumenspitze mit den Fingern der anderen Hand.

Selbstverständlich können Sie diese persönlichen Glücksmomente auch in anderen Körperregionen platzieren. Es ist sinnvoll, einen Körperteil zu verwenden, den Sie immer wieder leicht abrufen können. Praktizieren Sie dieses bewusste Auskosten und Ankern von Glücksmomenten einige Wochen lang täglich mehrfach. Auf diese Weise verinnerlicht Ihr Hirn immer mehr die glücklichen Gedanken, Empfindungen und Szenen. Je häufiger Sie sich freuen, desto leistungsfähiger wird Ihr Glückszentrum in Ihrem Hirn.

Füllen Sie Ihr persönliches Glückskonto: Wann immer Sie Freudvolles erleben, speichern Sie Ihre Glücksempfindungen z.B. in Ihrem Daumen ab. So sind Sie auch für schwierige Situationen bestens bewappnet und können z.B. auf Knopfdruck gute Gefühle in ihrem Hirn aktivieren.

3. Kultivieren Sie Dankbarkeit!

Bruder David Steindl-Rast betreibt die Plattform Gratefulness.org. Seine Kernthese:

„Nicht das Glück macht uns dankbar,
sondern die Dankbarkeit macht uns glücklich.“

Dankbarkeit zu empfinden, in dem wir uns bewusst machen, dass ganz vieles nicht selbstverständlich ist, auch wenn wir es in der Zwischenzeit als selbstverständlich betrachten, ist eine gute Einstellung, um Zufriedenheit und Glück zu empfinden.

„Dankbarkeit zu fühlen und sie nicht auszudrücken,
ist wie ein Geschenk zu verpacken und es nicht zu verschenken.“

Wir sind William Arthur Ward dankbar für diesen anregenden, treffenden Gedanken! „Danke“ ist ein geniales Einstiegswort in Gespräche und auch in Mails  z.B.  „Danke für Ihre zeitnahe Rückmeldung.“  oder „Danke für Ihre Anfrage.“ Achtung, es ist wichtig, dass es sich dabei um eine empfundene Dankbarkeit handelt – sonst wirken die Worte leicht zynisch.
Die hohe Schule der Lebenszufriedenheit besteht darin, auch sich selbst dafür dankbar zu sein, was man trägt, leistet, bewirkt, entwickelt hat. Und für viele von uns gibt es auch noch ein Höheres, dem wir in Dankbarkeit verbunden sind z.B. dafür, dass wir Stärken, Potenziale, Entwicklungsmöglichkeiten, ein freundliches Umfeld mit auf den Weg bekommen haben.

Beenden Sie Ihren Tag mit glücklichen, beglückenden Gedanken:

Wofür bin ich dankbar, dass ich es heute erleben durfte?”

Das könnte ein höchst wirkungsvolles Einschlafritual darstellen.

Und wenn Ihnen das an “grauschwarzen Tagen” schwer fällt geht immer noch:

 “Was war das Beste am heutigen Tag?”

Am 15.5.2018 um 18.30 Uhr halte ich in der Residenz Josefstadt für den Office-ManagerInnen-Circle die Keynote

„Nachhaltig & klug investieren in Währungseinheit Lebensglülck“

Darin vermittele ich viele weitere Tipps für Lebensglück & -zufriedenheit.

Hier können Sie einen früheren Blog „Währungseinheit Lebensglück“ von mir lesen.

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„Mein Leben beglückend gestalten“

aus unserem Buch

„leistungsstark & lebensfroh mein Leben gestalten“

Über: Monika Herbstrith-Lappe

Geschäftsführende Unternehmerin von Impuls & Wirkung – Herbstrith Management Consulting GmbH, High Performance Coach, Keynote Speaker, Top Trainerin, Certified Management Consultant, Autorin von Büchern und Fachartikeln

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