Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass Gesundheit auch für vitale Menschen keine Selbstverständlichkeit, sondern ein wertvolles Gut ist. Schutz vor Viren, Bakterien und Keimen ist aber nur der reaktive Teil. Gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Corporate Health folgt diesem umfassenderen Verständnis von Gesundheitsförderung. Es initiiert proaktiv Maßnahmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter*innen nicht nur zu schützen, sondern auch zu fördern.

Viele Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung sind dzt. nicht möglich. Daher ist es jetzt ganz besonders wichtig, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter*innen für ihre Gesundheit zu stärken. Den Führungskräften kommt dabei eine Vorbildwirkung zu.

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Auch berufliche Beziehungen sind gesundheitsfördernd

Für viele steigt in Zeiten von Home Office & Co der soziale Stress. Sowohl in der Tatsache, dass unsere Kontakte mit anderen beschränkt sind als auch dass man sich in Mehrpersonenhaushalten zusammengesperrt fühlt. Evolutionspsycholog*innen gehen davon aus, dass wir in vielerlei Hinsicht körperlich sehr fragilen Homo Sapiens uns bewährt und durchgesetzt haben, weil wir außerordentlich kooperationsfähig sind. Kein anderes Lebewesen hat so ein ausgeprägtes Oxytocin-System wie wir. Oxytocin, das Bindungs- & Vertrauenshormon macht uns fürsorglich und fördert die Gemeinschaft. Unser Hirn ist optimiert für das Überleben der Gemeinschaft in der Steppe. Uns vom „Rudel“ abgeschnitten oder ausgeschlossen zu fühlen, ist daher einer der mächtigsten Stressfaktoren.

Die Fähigkeit der Kommunikation hat sich aus dem gegenseitigen Kraulen von Affen entwickelt. Damit stärken sie die Vertrautheit ihrer Sippe. Mangelnde Kommunikation ist gleich eine dreifache emotionale Ohrfeige:

  • Erstens grenzt es aus. Schließlich gibt es die Wissenden und die Unwissenden.
  • Zweitens ist es abwertend im Sinne von „Ihr braucht das gar nicht zu wissen. Ihr versteht das ohnedies nicht.“
  • Und drittens signalisiert es auch: „Ihr seid es nicht wert, dass ich mir die Zeit zum Reden nehme.“

Von daher bin ich überzeugt:

Am meisten Zeit kosten die Gespräche,
die man versäumt hat zu führen.

Proaktiv wäre es ein kurzes klärendes Gespräch. Wenn aus dem Fehlen dieser gemeinsamen Orientierung Missverständnisse erwachsen, kostet es viel mehr Energie daraus entstandene Konflikte wieder zu kalmieren. Konflikte – insbesondere schwelende, schwer greifbare – belasten einerseits die Gesundheit der Einzelnen mehr als eine hohe Workload und kosten andererseits die Unternehmen extrem viel an Effektivität in der Zusammenarbeit.

The Grant Study ist eine schon Jahrzehnte andauernde Langzeitstudie an Harvard Absolvent*innen. Mit Abstand den größten Einfluss auf deren Lebenserwartung hat es, ob sie von einem Beziehungsnetz, wie z.B. Familie, Freundeskreis, Vereinszugehörigkeit, etc. getragen werden oder nicht. Menschen mit gut gepflegten Beziehungen haben ein halb so großes Risiko zu sterben wir Gleichaltrige, die einsam sind.

„Ich kann mich auf meine Kolleg*innen verlassen. Sie werden mir helfen, wenn ich es brauche.“ ist einer der mächtigsten Stressstoßdämpfer. „Meine Kolleg*innen warten nur darauf, dass ich Schwäche zeigt, um mich los zu werden.“ einer der schlimmsten Stressverstärker. Wenn am Arbeitsplatz mindestens ein Mensch ist, der nicht nur Kolleg*in ist, sondern dem ich mich auch freundschaftlich verbunden fühle, sinkt das Burnout-Risiko drastisch.

Teamgeist macht auch zuversichtlich und leistungsstark. In einer Studie wurden Menschen mit einem schweren Rucksack vor einen steilen Weg gestellt. Sie sollten einschätzen, wie schwierig der Anstieg werden wird und wie lange sie brauchen werden. In der einen Versuchsgruppe standen sie alleine vor der Herausforderung und in der anderen zu zweit. Obwohl die Person an der Seite unbekannt war, haben die paarweisen Versuchsteilnehmenden den Weg für weniger schwierig eingeschätzt. Sie haben auch tatsächlich signifikant schneller das Besteigen gemeistert.

Bei Home Office und Distance Cooperation passieren die wertvollen informellen Gespräche nicht mehr automatisch. Es gilt daher, bewusst (virtuelle) Räume zu schaffen, in denen aktiv die Zusammengehörigkeit gepflegt wird.

Gesunde Life-in-Balance

In Zeiten von Home Office & Co zeigt sich noch viel mehr als sonst wie eng verwoben mittlerweile berufliche & private Lebensbereiche sind. Anstatt Berufliches & Privates trennen zu wollen, ist es viel klüger diese sinnvoll miteinander zu verbinden. Es ist gar nicht so einfach, den unterschiedlichen Lebensbereichen ausreichend Zeit einzuräumen und bewusst zwischen den Lebensbereichen zu wechseln.

Der Begriff „Work-Life-Balance“ geht von einer klaren Trennung zwischen Erwerbstätigkeit & Freizeit aus. Nicht nur, wenn man mit Familienangehörigen in einem Haushalt lebt, verschwimmen in Zeiten von Home Office die Grenzen. Abgesehen davon, dass wir – zumindest biologisch – auch während der Arbeitszeit lebendig sind. Work ist ein wesentlicher Teil & großer Zeitanteil von Life – kein komplementärer Gegensatz dazu.

Ein lieber Freund verwendet daher den Begriff „Work-Privat-Balance“. Doch für unser Hirn & unseren Körper ist es unerheblich, ob wir beruflich bezahlt oder unbezahlt in der „Freizeit“ arbeiten.

Durch die aktuellen Beschränkungen werden unbezahlte Leistungen sogar noch viel mehr: so verlagert Home Schooling mehr der Lernverantwortung an die Eltern, werden pflegebedürftige Angehörige eher privat als von öffentlichen Institutionen betreut oder werden mehr Mahlzeiten zu Hause eingenommen – und müssen damit auch selbst zubereitet werden. usw.

Ich bevorzuge daher den Begriff „Life-in-Balance“ und meine damit sowohl eine Balance zwischen als auch innerhalb der unterschiedlichen privaten und beruflichen Lebensbereiche. Das einfache Ritual, sich in der Früh zu fragen:

„Worauf freue ich mich heute in allen Lebensbereichen?“

ist dafür sehr förderlich. Ich als Mensch, Partner*in, Elternteil, Freund*in, Berufstätige*r, Ehrenamtliche*r, … Ganz wichtig ist dabei, dass sie dabei nicht auf sich selbst vergessen. Selbstfürsorglichkeit ist die Voraussetzung, um gute Leistungen erbringen und andere unterstützen zu können.

Am Abend können sich sich dann die Frage stellen:

„Wofür bin ich dankbar in den unterschiedlichen Lebensbereichen?“

In einer schulmedizinischen Studie wurden Menschen vor Beginn und nach vier Wochen einer Blutanalyse unterzogen. Danach wurden sie in drei Gruppen geteilt. Teilnehmende der ersten Gruppe haben normal weitergelebt. Die der zweiten Gruppe haben täglich abends sich drei Dinge bewusst gemacht, für die sie dankbar sind. Die der dritten Gruppe haben das Pfadfinderprinzip beherzigt: Jeden Tag eine gute Tat. Sie haben täglich jemanden Freude gemacht. Die Ergebnisse waren höchst eindrücklich. „Wenn man nichts ändert, ändert sich nichts.“ war kein überraschendes Ergebnis der ersten Gruppe. Doch die Menschen der zweiten und dritten Gruppe hatten hoch signifikant bessere Blutwerte. So haben sich z.B. die Infektionsmarker, die die sogenannten stillen Entzündungen im Körper anzeigen, im Schnitt um ein Drittel reduziert.

Regenerative Stressresistenz

Innerhalb der einzelnen Lebensbereiche braucht es ein gesundes Gleichgewicht zwischen Anspannung und Leistungsfähigkeit auf der einen Seite und Regeneration, das heißt Entspannung und Erholung, auf der anderen Seite.

„Wie gut kennen und nutzen Sie Ihre persönlichen Quellen des Auftankens?“

ist dabei eine zentrale Frage. Achtung: diese Quellen sind höchst individuell unterschiedlich.

Leider ist in unserer Gesellschaft mittlerweile Freizeitstress ein weit verbreitetes Phänomen. FOMO steht für fear of missing out. Viele haben die Angst etwas zu verpassen und geraten so auch in der Freizeit in ein kontraproduktives Hamsterrad. Der Trendforscher Matthias Horx identifiziert Achtsamkeit als Megatrend im Digitalen Zeitalter. Er sieht darin eine Emanzipation von der Fremdsteuerung durch automatisierte Abläufe.

Für meinen Vater war es noch ein Zeichen der Stärke durchzuarbeiten. Er hat Nichtarbeiten als Faulheit verurteilt. In der Formel 1 ist der Boxenstopp nicht mehr wegzudenken. Leistungssportler brauchen selbstverständlich auch Trainingspausen. Gerade in Zeiten von Home Office wo sogar die Wegzeiten von Meeting zu Meeting wegfallen vergisst man häufig auf regenerative Pausen.

Mentale Stresskompetenz

Für die einen lohnende Herausforderung und für die anderen krankmachender Stress: dafür maßgeblich ist das gesunde Selbstvertrauen. Meine Formel: Das wirkliche Problem ist die Größe des Problems minus mein Zutrauen in die Lösungsmöglichkeiten.

„Was ist mir schon gelungen und was traue ich mir daher zu?“

ist dabei hilfreich. Und: Um Hilfe zu bitten ist KEIN Zeichen von Schwäche. Vielmehr ist es die Kompetenz, sich Unterstützung organisieren zu können.

Übrigens entspricht das auch der schulmedizinischen Definition von krankmachendem Stress nach Lazarus (1984): Stress ist die Störung des Gleichgewichts zwischen Anforderung an eine Person und den Möglichkeiten, mit den Anforderungen umzugehen. Dabei hält er die subjektive Sichtweise für entscheidend.

Von der Einsicht ins Handeln kommen

Warum bleiben so viele Gesundheitsvorhaben auf der Strecke: Das Fogg‘s Behavior Model unterscheidet drei notwendige Faktoren, die es braucht, um von der Absicht in die erfolgreiche Umsetzung zu kommen:

  • Wollen
  • Können
  • Anstoß

Die allermeisten Menschen wollen Gesundheit und Wohlbefinden. Daran wird es nicht scheitern. Die meisten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung scheitern auch nicht am Können. Bleibt als entscheidender Faktor der Immer-wieder-Anstoß, um an Vorhaben dran zu bleiben. Hilfreich ist es, sich im Alltag Anker zu setzen, wie z.B. ein Klingelton beim Wecker, ein Foto am Badezimmerspiegel, die Laufschuhe zum Drüberstolpern, das liebste gesunde Essen als Abbild an der Kühlschranktür … etc. Diese erinnern uns an unsere Vorhaben. Erleichternd sind auch Regelmäßigkeit: Wenn es Ihnen gelingt ungesunde Routineverhaltensweise durch neue gesunde zu ersetzen erhöht das drastisch Ihre Erfolgsaussichten. Wo Sie früher eine Zigarette als willkommenes Entspannungsritual hatten könnten Sie jetzt zum Beispiel kurz das Fenster öffnen, tiefe Atemzüge nehmen und sich an der Aussicht aus dem Fenster erfreuen.

Wirkung von Gesundheitsförderung messen

Als Physikerin ist mir klar, um steuern zu können, brauche ich eine Rückmeldung. Es gilt der Grundsatz:

„What you can’t measure you can’t manage“

Durch die Messung der Herzratenvariabilität wird das „Lebensfeuer“ und damit die Gesundheit und Leistungsstärke sichtbar. Mit einfachen 24-Stundenmessungen des Herzschlags (nicht des Pulsschlags) im Alltag können sie mit eigenen Augen sehen, wie ihr autonomes Nervensystem auf die unterschiedlichen beruflichen und privaten Lebenssituationen reagiert: Egal ob Sport oder konzentriertes Arbeiten oder Meeting oder Essen: Sie können erkennen, was ihre Kraftpotentiale, Leistungsstärke und Regenerationsfähigkeit fördert oder drosselt. Was bringt Sie in den besonders leistungsstarken und kreativen Flow, bei dem sowohl der Sympathikus für Antrieb als auch der Parasympathikus für Entspannung sorgt? Ist Ihre Freizeit wirklich erholsam? Sind Sie gesund müde oder krankmachend erschöpft? Können in Ihrem Schlaf die gesundheitsfördernden regenerativen Prozesse in Ihrem Körper ablaufen?

Eine neue Generation ist My Autonom Health: Mitarbeiter erhalten einen Brustgurt mit einem kleinen Sensor, der jeden einzelnen Herzschlag misst. Dieser ist über Bluetooth mit einer App auf dem Mobiltelefon verbunden. So kann man im wahrsten Sinn des Wortes auf die eigene Gesundheit schauen. Das ermöglicht Eigenverantwortung und Eigenwirksamkeit der Lebens-FÜHRUNG für Gesundheit und Wohlbefinden.

Mit Push-Nachrichten wird man daran erinnert, wenn man durch ein paar tiefe Atemzüge wieder der Erschöpfung entkommen soll oder man beim Sport den gesunden Bereich der körperliche Forderung überschritten hat. Mann kann experimentieren, welche Maßnahmen einen positiven Einfluss auf die Vitalität haben und damit das biologische Alter reduzieren. Die stärkste Motivation für das Durchhalten von gesundheitsfördernden Maßnahmen ist das Erkennen, dass man Fortschritte erzielt.

Gesundheitsförderung wird damit individualisiert. Alle Maßnahmen, die Sie in Ihren Programmen von Corporate Health und Betrieblicher Gesundheitsförderung anbieten, können damit auf ihre Wirksamkeit bei den Einzelnen evaluiert werden.

Für Entscheider*innen auch nicht unwesentlich: dadurch, dass die Mitarbeiter angespornt werden ihre Gesundheit gezielt zu fördern, sinken die Ausfälle durch Krankenstände so rasch, dass Unternehmen im Schnitt innerhalb von 1 ½ Jahren den Return-of-Investment ihrer Investition in die Messinstrumente für die Mitarbeiter erreichen.

So können Sie Win-Win-Situationen schaffen: Die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu fördern stärkt Ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Und die Unternehmensführung kann auf die gesunde Leistungsstärke der Teams vertrauen können.

Schauen Sie auf Ihre Gesundheit – gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie.
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Monika Herbstrith-Lappe

Über: Monika Herbstrith-Lappe

Geschäftsführende Unternehmerin von Impuls & Wirkung – Herbstrith Management Consulting GmbH, High Performance Coach, Keynote Speaker, Top Trainerin, Certified Management Consultant, Autorin von Büchern und Fachartikeln