Humor ist so nützlich & gesund. Daher sollten wir ihn nicht mit blödem Blödeln vergeuden. Lasst uns vielmehr g’scheit blödeln. Wir sollten Humor viel ernster nehmen. Dazu William Shakespeare:

„Um ernst zu sein, genügt Dummheit,
während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist.“

Es braucht kreatives, wendiges Denkens, um humorvoll agieren zu können. Umgekehrt fördert Humor die Kreativität & Innovationskraft.

Lachend entstressen

Evolutionspsycholog*innen gehen davon aus, dass sich unsere Fähigkeit des Lachens schon bei unseren Verwandten den Menschenaffen als Stressventil bewährt hat. Die Mönche im Mittelalter waren sich dieser Wirkung auch schon bewusst: Wie ein Weinfass von Zeit zu Zeit gelüftet werden muss, damit nicht der Druck der Gärgase zur Explosion führt, so braucht auch die menschliche Last eine Möglichkeit, Überdruck abzulassen. Die Idee, dass Menschen einmal im Jahr närrische Freiheiten brauchen, um aufgestaute Emotionen lachend zu lösen, ist die Wurzel unseres Faschings.

„Humor schafft eine Balance zwischen
Sich-hinein-Steigern
&
Sich-hinaus-Schütteln“

Gesundes Lachen

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Heiterkeit sollte man jedoch ganzjährig nutzen: schließen haben 2 Minuten Lachen die gleiche lebensverlängernde Wirkung wie 20 Minuten Joggen. Wenn man einen Sinn für die Pointen des Lebens entwickelt, löst sich so manches Drama in Wohlgefallen auf. Doch es gibt auch den toxischen Doppelgänger des krankmachenden Lächelstresses. Dieses unterscheidet sich vom gesunden Duchenne-Lächlen – Eselsbrücke: Tu‘ schön lächeln! – durch die Augenmuskulatur. Der Neurolog Duchenne hat schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannt: Während beim aufgesetzte Masken-Höflichkeits-Lächeln nur die Mundwinkel aktiv sind, aktiviert das herzliche Lachen von Innen wesentlich mehr Muskeln im Gesicht. Auch wenn es mir schon böse Blicke von Schönheitschirurg*innen eingebracht hat, ich teile die Ansicht des Spruchs, der durch die sozialen Medien geistert:

„Eine Gesellschaft, die Lachfältchen mit Nervengift wegspritzt,
sollte ihre Werte überdenken.“

Die Schönheit des Unvollkommenen

In Japan gibt es das Konzept Wabi-Sabi, die Schönheit des Unvollkommenen. So wertet der Sprung in einer Teetasse diese auf, weil er ihr eine Geschichte hinzufügt. Sprünge werden davor höchst liebevoll mit Gold geflickt, um die Einzigartigkeit des Geschirrs aufzuwerten. Leonard Cohen singt auch im Lied „Anthem“:

„Forget your perfect offering
There is a crack in everything
That’s how the light gets in“

Hier können Sie den  Songtext lesen.

Als begeisterte Taucherin fallen mir da sofort die unglaublich schönen Lichtspiele in den Cenoten ein, Sprüngen in der Erdschale, die vor langer Zeit durch von Kometenbrösel verursachten Deckeneinstürze von Höhlensystemen entstanden sind. In diesem Trailer können Sie Ausschnitte von einem Tauchgang von meinem Lebens-Buddy und mir in den Cenoten sehen.

Ja zum Scheitern

Clown*innen haben das Scheitern perfektioniert. Mit beeindruckender Beharrlichkeit stehen Sie immer wieder auf. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass nur der Buchstabe „t“ das Wort „gescheitert“ von „gescheiter“ trennt. Dem bekannten Spruch:

„Niederfallen, aufstehen, Krone zurechtrücken und weitergehen“

möchte ich Wesentliches hinzufügen:

Nachdenken, was mache ich ab jetzt anders,
damit aus „gescheitert“ auch wirklich „gescheiter“ wird.

Mit den Worten von Samuel Becket:

„Ever tried. Ever failed. No matter.
Fail again. Fail better.“

Pointen des Lebens

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Pannen im Nachhinein gerne als vergnügliche Geschichten erzählt werden? In unserer Familie gilt daher der Grundsatz:

„Irgendwann finden wir es lustig,
dann können wir auch gleich darüber lachen.“

Mit den Worten von Heinrich Böll:

„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“

Gerne ermutige ich Sie, mit diesem achtsamen Blick die Pointen des Lebens zu erkennen, die aus skurrilen Gelegenheiten entstehen.

G’scheites Blödeln

Das Aufeinandertreffen von scheibar nicht Zusammenpassendem finden wir nicht nur witzig sondern es macht uns auch kreativ, weil neugierig & entdeckungslustig.

Ingeborg Bachmann:

„Im Widerspiel des Unmöglichen
mit dem Möglichen
erweitern wir unsere Möglichkeiten.“

Das ist die Grundidee meines Möglichkeits-Meers aus dem heraus ich  das Versprechen schöpfe:

„In freudvoller Leichtigkeit mehr bewirken.
Humor macht alles viel leichter.“

Tiefgründiger maritimer Humor

Meine noch einprägsamere clowneske Ausprägung als Flotte-Unterwasser-Lotte verkörpert das Glaubensbekenntnis der Clownerie:

  • Ich glaube an die Liebe, die Freundschaft und die Fantasie.

  • Ich glaube an ein Leben vor dem Tod.

  • Ich glaube an die Kinder dieser Erde.

  • Ich glaube an all jene, die Tag für Tag aufstehen,den Widrigkeiten des Lebens mutig begegnen und nicht aufgeben.

  • Ich glaube an einen Sinn all dessen, was sich auf diesem Planeten ereignet.

  • Ich glaube an ein friedliches Miteinander und wertschätzendes Sein.

  • Ich glaube an die Kraft des Lächelns und die Begegnungen, die dadurch entstehen können.

  • Ich glaube, dass auch Unsinn sinnvoll sein kann.

  • Ich glaube an die Kraft der Mythen und das Mythos Bier in Griechenland.

  • Ich glaube an das Grundrecht, mich zu irren – es ist zu tiefst menschlich.

  • Ich weiß, dass ich zu all dem, woran ich glaube, meinen ganz persönlichen Beitrag beisteuern kann und werde nicht aufhören, dies zu tun, solange es mir möglich ist

Nachzulesen in „Schöön – die Clown-Philosophie (C) „ von Michael Trybek

Die Flotte-Unterwasser-Lotte knüpft damit an der Tradition der Gelotopoioi an, der Lachenmacher*innen in der helenistischen Kultur.

Mehr zur erhellenden & erheiternden Wirkung des Humors können Sie unter „Heitere Leichtigkeit“ nachlesen.

Über: Monika Herbstrith-Lappe

Geschäftsführende Unternehmerin von Impuls & Wirkung – Herbstrith Management Consulting GmbH, High Performance Coach, Keynote Speaker, Top Trainerin, Certified Management Consultant, Autorin von Büchern und Fachartikeln